
Olympus TG-3 – Robuste Outdoor Kamera, mit echtem Mehrwert im Fun Sektor
7. August 2014 5 Von SteveOlympus führt seit Jahren die Bestenliste der Outdoor Kameras an. Sie gelten als lichtstark, schnell bei der Serienbildfunktion, robust, ja fast schon unverwüstlich in ihrer Klasse. Mit der TG-3 bringt Olympus den Nachfolger der erfolgreichen Olympus TG-2 (zum Test). Wie sich die Olympus TG-3 mit Ihren 12MP High-End-Speed Sensor, unterstützt vom TruePic VII Bildprozessor der aktuellen Generation, neu positioniert und ob sie wirklich die Beste ihrer Klasse ist, davon konnten wir uns in Kroatien überzeugen.
Olympus hat starken Gegenwind bekommen, Nikon mit der AW120 (zum Test) und die Canon mit der D30 (zum Test) wildern mittlerweile im Review von Olympus. Auch Lifestyle Kameras, wie die von Sony (zum Test); scheuen sich nicht mehr vor dem Wasser. Dabei hat Olympus ein breites Angebot, beginnend bei 3 – 15 Meter Tauchtiefe, unter anderem die Olympus TG-850 (zum Test), die sich preislich im Mittelfeld stark aufstellt. Die neue TG-3 hält an der erfolgreichen TG-2 fest und steigt sogar noch eine Stufe höher auf.
Unboxing
Alles, was eine Outdoor Kamera braucht, könnte man sagen. Neben der Olympus TG-3 liegt als Zubehör ein Ladekabel, der Akku und eine Handschlaufe bei. Schade – Olympus spart immer noch bei einem externen Ladegeräten oder der Möglichkeit eines Micro USB Lade-Anschlusses.
Als optionales Zubehör können noch einwasserdichter Konverter wie das 19mm Fisheye (FCON-T01), das 4fach Tele (TCON-T01), aber auch eine Makro-LED Ring (LG-1) erworben werden. Dieses Zubehör haben wir schon bei der Olympus TG-2 ausführlich getestet. (zum Test)
Handlich und Erneuerungen der Olympus TG-3
Hier wurde nur dezent geändert, was besser gemacht werden konnte. Fast zur Gänze wurde das Design übernommen. Noch immer steht das lichtstarke f2.0 mit 25mm Objektiv mittig im Vordergrund und lässt die anderen Outdoor Kamera mit ihren Objektiven klein aussehen. Auch das LED-Hilfslicht und der interne Blitz, wie auch die markanten Schrauben an der Front, sind geblieben. Links die Olympus TG-2 und rechts die neue TG-3.
Im direkten Vergleich mit der Olympus TG-2 sind nur kleine optische Veränderungen erkennbar, welche die TG-3 beim Vorbeigehen nicht gleich als die Neue erkennen. Im Grunde wurden bei der Olympus TG-3 mehrviel Wert auf die Bedienung und Tastenbelegung gelegt als hier eine neue Form zu kreieren. Zwar ist sie nur bedingt hosentaschen-tauglich, ihre Größe macht sich im Outdoor-Bereich sehr gut und lässt sich auch mit Handschuhen noch gut anfassen. Hier punktet ebenfalls die Positionierung des Objektivs in der Mitte.
Bedienung und Anordnung
Schaut man sich die Olympus TG-3 von oben an, werden die ersten Veränderungen sichtbar. Bei der Tastenbelegung wurden darauf bedacht, die Tasten wie Power,- Auslösetaste und Zoom-Wippe in unterschiedlicher Größen und Höhe auszurichten. Damit kann man auch mit Handschuhen jederzeit die Taste sehr gut erfühlen. Gerade weil sich die Olympus TG-3 dank ihrer Frostsicherheit von Minus 10 Grad auch für den Wintersport eignet, ist das ein echter Mehrwert.
Neben dem bekannten GPS und dem Stereo Mikrofon wurde nun auch das WLan integriert und ist somit auch für alle Fan´s vom entkoppelten Bedienen per Smartphone und/oder Tablet die Olympus damit ausgestattet. Ein oranges LED Licht zeigt an, ob sich die Kamera in Standby befindet.
Weiters sind die guten Eigenschaften wie bruchfest bis auf 100 Kilogramm und sturzfest aus einer Höhe von 2,1 Metern immer noch mit on Board. Auch die Tauchtiefe mit bis zu 15 Metern blieb gleich bei der neuen TG-3. Hier erreicht die Olympus zwar nicht den spitzen Wert der Canon D30 mit 25 Meter, deckt aber dennoch im OWD-Diving und Outdoor Wassersportbereich alles ab.
Anschlüsse und Abdeckungen
Hier geht Olympus seit Jahren den Weg des Doppelverschlusses. 2 kleine Klappen in der Abdeckung sind gegenseitig verriegelt, nur wer beide Klappen betätigt, kann sie öffnen. Trotz der hier optisch großen Spaltmaße, sind die Klappen so angebracht, dass Staub und Wasser sich hier nicht anheften können.
Auf der Unterseite wird die SD Karte und der Akku eingelegt, auf der Seite ist der Ladeanschluss und Micro HDMI untergebracht. Dicke Gummilamellen schützen die Elektronik. Das Bedienen der Tasten und Einstellrädchen istproblemlos möglich.
Display und Tap Control
Wer die Olympus Touch TG Outdoor Serie kennt, hat hier ein Leichtes. Alles ist logisch positioniert und die Bedienung geht recht leicht von der Hand. Klugerweise setzt Olympus nicht direkt auf den Trend mit Touch-Display. Sony ging diesen Trend mit der TX Serie mit und schränkt somit im Outdoor Bereich die Kamera stark ein.
Olympus nennt seine Funktion Tap-Control. Per Tippen am Gehäuse-Rahmen können so wichtige Parameter wie Blitz die Aufnahme-Situation und Bildvorschau angewählt und auch bestätigt werden. Das Menürad rastet fest ein und ist auch mit Handschuhen gut bedienbar. Gegen versehentliches Verstellen ist auch die Olympus nicht geweiht. Ein Besonderheit ist die Einstellung „A“ am Menürad. Zeitautomatik unterstützt die Olympus TG-3 und somit lässt sich die Blende manuell je nach Brennweite zwischen f2,0 – f18 vorwählen. Für eine Outdoor Pocketkamera eine reife Leistung.
Das LCD Display mit einer Größe von 3 Zoll löst mit 460.000 Pixel auf. Kontrast und Blickwinkel sind gut und auch unter Wasser eine Wucht. Wer es bunt liebt, kann seine Olympus TG-3 mit verschiedenen Objektivringe farblich aufpeppen. Die sind durch den Adapter und dem optionalen Fisheye und Tele-Konverter ersetzbar.
Was sich gut ließt und langsam aber sicher Kameras wie die Nikon AW120 und die Canon D30 stark in Bedrängnis bringt, wollten wir uns nun in der Praxis ansehen. Wie unsere Tests in den vergangen Wochen immer wieder zeigten, es macht das Gesamtpaket und kein einzelne Faktor am Ende das gute Bild.
Einsatzgebiet
Olympus ist immer vollgepackt an software-seitige Unterstützung wie Szenen-Modus, Art-Fotografie, was die TG-3 auch zur perfekten Pocketkamera macht. Am Weg nach Kroatien durfte sich die Kamera so gleich auch im Sightseeing neben der Olympus TG-850 beweisen, hier zeigt die TG-3, dass sie Ernst zu nehmen ist.
Neben Szenen-Modus wie Pop-Art, Sonnenuntergang, Panorama, sind auch neue Funktionen wie Spiegelung hinzugekommen. Womit sich teils interessante Perspektiven der Fotografie auftun.
Dank dem Bildstabilisator und dem neuem Auto-Kontrast-Fokus sind stets treffsichere scharfe Bilder das Ergebnis. Wer im Programmautomodus fotografiert erhält die Möglichkeit die Blende zu beeinflussen um auch Sonnenuntergänge eindrucksvoll einzufangen.
Gerade bei schnellen Ereignissen, wie beim Turmspringen, Rennsport, aber auch bei der Tierfotografie ist die TG-3 die Kamera. Bei einer Serienbildfunktion von 5 Bilder/s bei 25 Bilder in Serie in maximaler Auflösung und bis zu 100 Bilder in Serie bei reduzierter Auflösung, kann man jede einzelne Bewegung als Kurzmovie festhalten. Am Ende wählt man das beste Bild oder speichert die gesamte Serie ab, vorausgesetzt eine schnelle Speicherkarte ist vorhanden.
[youtube]http://youtu.be/CHXcxfJLXN8[/youtube]
Aber nicht nur schnelle oder szenen-typische Aufnahmen sind eine Stärke der TG-3, neu ist der Mikroskop-Makro-Modus. Der bisherige Super-Makro-Modus ermöglicht Nahaufnahmen von bis zu 1cm. Das LED Licht neben dem Blitz ermöglich eine gute Ausleuchte des Objektes.
Bei dem neuen Mikroskop-Makro-Modus wird aus 1mm in Real zu 14mm am Bildschirm. Mit dem neuen Makro-LED-Ring werden auch so die kleinsten Details perfekt ausgeleuchtet. Wir haben so gleich unsere Strandhandtuch aus der Nähe betrachtet. Erstaunlich, wie fein das Olympus Lens hier auflöst.
Outdoor & unter Wasser Aufnahmen
Im Sightseeing Bereich ist die neue Olympus TG-850 mit Ihren 21mm Weitwinkel eine Klasse für sich. Wenn auch die TG-3 mit dem optionalen Fisheye auf stolze 19mm im Weitwinkel adaptiert werden kann, es ist ein Zusatz, der extra erworben werden muss und stets als Aufsatz transportiert wird. Wenn auch, damit bis zu einer Tiefe von 12 Meter getaucht werden kann und somit im OWD-Diving Bereich wohl Anklang finden wird.
Outdoor Fun Bereich
Am Ende unseres Tests hieß es ab ins Wasser, nicht umsonst ist Olympus im Outdoor-Fun-Bereich eine Nummer für sich. Die Unterschiede der Bilder im Vergleich zu anderen Hersteller sind erkennbar. Die Olympus bietet sehr gute Schärfe und neutrale ausgewogene Farben.
Auch bei schwachem Licht zeigt die Kamera, dass sie dank dem lichtstarken f2,0 Olympus Lens Objektiv bis ISO 400 rauschfreie und bis ISO 800 brauchbare Bilder liefert. Als Unterstützung kann der HDR-Modus heran gezogen werden.
Olympus ist der ungekrönte König. Was zu Lande gilt, wird auch unter Wasser fortgesetzt. Der rasend schnelle Kontrast-Autofokus in Verbindung mit der Serienbildfunktion und dem enorm lichtstarken Olympus Lens Objektiv ermöglicht auch, den ängstlichen Fisch schnell zu fokussieren und auf die Speicherkarte zu bannen.
Selbst wenn der Kontrast mal etwas schwierig wird auf Grund der Umgebung unter Wasser, bleibt die Auslöseverzögerung stets schnappschusstauglich. Die Farben sind neutral und die Detailtreue sehr hoch.
Seestern – Olympus TG 3 – SmartCamNews
Was Olympus mit dem 3fach unterteilten Unterwasser-Modus hervorragend umgesetzt hat, ist das unterschiedliche softwareseitige Eingreifen bei der jeweiligen Aufnahmesituation. Canon mit der D30 setzt hier rein auf einen Rot-Filter, Nikon hat so gut wie gar keinen speziellen UW-Modus. An Hand dem Beispiel wird gut sichtbar, dass Olympus bei Rottönen nichts überzeichnet sondern eher schon fast verhalten hier die Farben wieder gibt. Dank hoher JPG Auflösung ohne zu stark zu komprimieren kann hier am PC jederzeit nachgearbeitet werden.
Wie auch die Nikon AW120 besitzt die Olympus TG-3 eine Anzeige für die aktuelle Tauchtiefe. Was gerade beim Gerätetauchen den Vorteil bringt, eine Sichtkontrolle beim Fotografieren zu haben, um nicht stets auf den Tauchcomputer achten zu müssen. Hilfreich auch die Tiefenwarnung, ab 16 Meter tiefe wird im Display groß und unübersehbar ein rotes Warnkennzeichen eingeblendet, akustisch wird kein Hinweis gegeben.
Keine Angst, so schnell gibt die Kamera nicht W.O. Die Olympus hat eine gute Toleranzgrenze und selbst beim Überschreiten von mehreren Metern blieb die Kamera nach dem wieder Erreichen der belastbaren Tauchtiefe voll funktionsfähig. Bei längerem Überschreiten kann es dazu führen, dass auf Grund des einwirkenden Wasserdruckes der Software-Reset herbeigeführt wird. Ein Entfernen des Akkus stellt wieder die Grundfunktionen her. (Bitte nur an Land und bei ausreichendem Abtrocknen der Kamera durchführen)
Fazit
Die Olympus TG-3 ist „die“ Outdoor Kamera schlechthin. Die erfolgreiche Olympus TG-2 muss nicht den Hut nehmen, bekommt aber eine gute Nachfolgerin.
In Sachen Lichtstärke, der Serienbildgeschwindigkeit, der Robustheit, den unzähligen Szenenvorwahlmöglichkeiten und dem Handling ist die TG-3 unangefochten „die“ Kamera. Technische Daten können hier nachgelesen werden. Besondern hervorzuheben ist der Kontrast-Autofokus, der Mikroskop-Makro-Modus und die manuelle Blendenvorwahl von f2.0 bis f18.
Zwar erreicht die TG-3 keine Tauchtiefen von 25 Meter, wie die Canon D30, oder besitzt ein Gehäuse aus Metall wie die Nikon AW120, dennoch: die Verarbeitung aus dem speziellen Kunststoff macht die TG-3 enorm widerstandfähig. Mit dem Olympus Lens von f2.0 und den 25mm Weitwinkel ist die Olympus einer Linse wie von Canon mit f4.0, aber auch der von Nikon mit f2,8 weit voraus. Einzig die TG-850 ist mit 21mm noch besser geeignet für Sightseeing.
Wer Gerätetauchen möchte, sollte sich das passende UW-Gehäuse für die TG-3 ansehen. Damit kann man bis zu 40 Meter tief tauchen und dank dem lichtstarken Objektiv realisiert man unvergleichbare bessere Bilder als mit der Canon D30 die ohne Gehäuse 25 Meter bewältigt. Beim Test des Vorgängermodelles Olympus TG-2 in der Türkei konnten wir auch die optional zu erwerbenden Konverter-Aufsätze, die Modelgleich mit der TG-3 sind, testen. (zum Test)
Quelle: Olympus
…weitere ActionCam´s – Outdoor Kameras findet ihr hier.
Den Sieger ermitteln wir kommenden Dienstag in einem kurzen Review, seit gespannt.
Über den Autor
Hallo in der Kamera Welt Hi, ich bin Steve: Ich fotografiere seit 2003 aktiv, sammelte meine Erfahrungen im Bereich der APS-Kameras und kam dann zu den Bridge-Kameras wo ich seit dem bei der Panasonic hängen geblieben bin. Parallel bin ich ein Fan der Outdoor-Kompakten wie von Olympus. Schwerpunkt: Panorama, Nachtaufnahmen und Unterwasser-Fotografie. Seit 2011 bin ich aktiv beim Blog smart-tech-news.eu (vorher smarttechnews.eu), und smartcamnews.eu mit dabei. Welche Art von Kameras ich auch immer in meine Finger bekomme, an Motiven fehlt es mir nie. Auch hier zu finden: https://telfner.com